Geschichte des Tees
Legenden vom Tee Europa entdeckt den Tee
Überlieferung und Symbolik Der Tee erobert die Welt

Überlieferung und Symbolik

Unter der Tang-Dyastie (618-907) wird die Zubereitung des Tees zu einer raffinierten Zeremonie. Der Dichter Yu-Lu verfaßt das erste Teebuch der Welt, das „Tchaking", in dem die Pflanze, die zur Zubereitung des Getränks notwendigen Utensilien, die Zubereitungsart und die Art, wie es getrunken werden sollte, beschrieben werden. In der Teezeremonie findet man, so schreibt er, „die gleiche Ordnung und die gleiche Harmonie, die allen Dingen zu Grunde liegen".

Der Tee wird folgendermaßen zubereitet: Ein Kuchen, der aus Teeblättern besteht, wird gebacken und dann zerstoßen; das so erhaltene Pulver wird in kochendem Wasser mit etwas Salz und einem Löffel kalten Wassers vermischt „das den Tee bindet und dem Wasser seine Jugend zurückgibt".

Unter der Sung-Dynastie (960-1279) entsteht dann eine andere Schule, die durch die Poesie ihrer Zeremonie und die Bedeutung, die die Beachtung der Zubereitungsregeln erhält, schon das Cha-no-Yu, die japanische Teezeremonie, ankündigt. Die Blätter werden zerstoßen und mit Wasser übergossen; das Gemisch wird mit einem Bambusholz schaumig geschlagen. Als ein solcher Sud wird Tee in manchen Teilen der Welt immer noch getrunken. Während der Ming-Herrschaft (1368-1644) beginnt man schließlich, Tee auf die heute noch übliche Weise zuzubereiten: durch Aufbrühen in einem Gefäß.

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