Verkostung

Atmen

Der erste Kontakt mit dem Tee ist der direkte Geruchseindruck über das Einatmen. Da nur 10 % der Geruchsmoleküle zu den Geruchssinneszellen gelangen, ist ein schnelles und kurzes „Schnüffeln" erforderlich, um den Duft besser wahrzunehmen.

Schmecken

Im Mund wird der Geschmack wahrgenommen, der Tee aber auch gleichsam „ertastet". Vier Geschmäcker werden unterschieden: sauer, bitter, süß, und salzig, wobei jedem eine Region des Mundes zugeordnet ist. Durch den Kontakt mit den Zähnen und den Schleimhäuten werden die Temperatur und die Dichte wahrgenommen.

Erfassen

Beim Herunterschlucken tritt durch den Luftausstoß durch die Nase Luft in die Mundhöhle. In diesem Moment, der sogenannten Retro-Olfaktion, werden die Duftmoleküle zu 100% wahrgenommen. Die Vielfalt der Aromen eines Nahrungsmittels oder eines Getränks wird hauptsächlich über die Retro-Olfaktion wahrgenommen.

Der Tee in einigen Worten

Aroma: In der Fachsprache der Verkostung sollte „Aroma" eigentlich den bei der Retro-Olfaktion verspürten Eindrücken vorbehalten sein. Das Wort bezeichnet aber auch Geruchsempfingungen im allgemeinen.

Infusion: bezeichnet die gebrühten Blätter, die den Aufguss ergeben.

Auguss: die durch das Aufbrühen erhaltene Flüssigkeit

Tannin oder Gerbstoffe: Pholyphenolverbindungen, die in ähnlicher Form auch im Wein enthalten sind. Stark tanninhaltige Tees erkennt man an der Adstringenz ihres Abgusses, der manchmal bitter wird, wenn der Tee zu lange gezogen hat.

Wie der Wein hat verfügt auch der Tee über eine große Anzahl an Begriffen zur Beschreibung des allgemeinen Eindrucks.

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