Teeplantagen sind vergleichbar mit einem riesigen Wald aus sehr kleinen Bäumen, die kaum 1,50 m hoch sind. Ihre dicken und gewundenen Stämme zeugen von einem Alter, das höher ist, als es ihre Größe vermuten lässt.
In freier Natur können Teepflanzen 15 bis 20 Meter hoch werden. Auf den Teeplantagen hält man sie auf einer Höhe von etwa 1,20 m, um einen sogenannten „Pflücktisch“ zu formen, der die Ernte per Hand erleichtert und das Wachstum der jungen Triebe fördert.
Durch das jahrelange Beschneiden und Formen, meist über 50 Jahre hinweg, werden die Teesträucher zu einem wahrhaftigen Miniaturwald aus Zwergenbäumen auf einzigartigen Teeplantagen.
Die Teepflanze wächst in Regionen mit warmem und feuchtem Klima, mit regelmäßigen Regenfällen, die vorzugsweise gleichmäßig über das ganze Jahr verteilt sind. Sie wächst zwischen dem 42. Breitengrad auf der Nordhalbkugel und dem 31. Breitengrad auf der Südhalbkugel.
Die optimale Durchschnittstemperatur liegt zwischen 18°C und 20°C und sollte tagsüber nur gering variieren.
Das Klima beeinflusst sowohl die Quantität als auch die Qualität der Ernte. Ein zu feuchtes tropisches Klima führt zu geringer Qualität während ein eher trockenes Klima eine Ernte mit hoher Qualität ergibt.
Eine große Höhe über dem Meeresspiegel hat einen positiven Einfluss auf die Qualität der Ernte, jedoch zum Nachteil des Erntevolumens. In tropischen Regionen kann Tee in einer Höhe von 0 m bis zu 2500 m über dem Meeresspiegel angebaut werden.
Das Sonnenlicht ist ebenfalls wichtig: Es ist notwendig zur Bildung der ätherischen Öle, die dem Tee seinen ganz eigenen Geschmack verleihen. Das Licht sollte am besten diffus sein. Aus diesem Grund findet man in den Teeplantagen fast immer in regelmäßigen Abständen gepflanzte hohe Bäume, die das Sonnenlicht filtern und gleichzeitig zum ökologischen Gleichgewicht im Boden beitragen.
Der Boden muss durchlässig, locker und tief sein, denn die Wurzeln des Teestrauchs dringen bis zu 6 m ein. Die oberste bebaubare Bodenschicht sollte mindestens 1,50 m dick sein. Am besten ist ein junger, vulkanischer Boden, der durchlässig und reich an Humus und weder basisch noch zu tonhaltig ist.
Teeanbau findet immer in Hanglagen mit natürlicher Drainage statt, denn die Teepflanze ist sehr empfindlich gegen stagnierende Nässe. Doch das ist auch ein enormer Vorteil, denn sie ist sehr widerstandsfähig, kann auch in Hanglagen mit extremer Neigung angebaut werden und passt sich perfekt an rauhe Gebirgslandschaften an.