Das Verkostungsglossar legt das Vokabular fest, welches der Tea-Taster für die Beschreibung seiner Geschmackseindrücke verwendet.
Grundlagenkonzepte
Aroma: in der Fachsprache der Verkostung sollte sich die Verwendung dieses Begriffs normalerweise auf die olfaktorischen Eindrücke im Mund bei der Retro-Olfaktion beschränken, doch oft beschreibt er auch den allgemeinen Geruchseindruck.
Im Mund: Gesamtheit der im Mund wahrgenommenen Geschmackseindrücke, bezüglich Geruch, Textur und Geschmack.
Bukett: Gesamtheit der verschiedenen Duftnoten, die beim kurzen “Schnüffeln” und im Mund als Aromen wahrgenommen werden.
Infusion: Bezeichnet einerseits das Aufgießen des Tees und andererseits die Teeblätter nach dem Aufguss.
Aufguss: Der eigentliche “Tee“ nach dem Entfernen der Teeblätter.
In der Nase: siehe Bukett.
Duft: Geruch.
Geruch: im Unterschied zu den Aromen im Mund, direkt durch die Nase wahrgenommen.
Geschmack: auf der Zunge wahrgenommener Sinneseindruck (süß, salzig, sauer, bitter, umami).
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Beschreibung von Düften und Aromen
Hier eine Liste von Ausdrücken, die während der Verkostung für die Beschreibung von Geruchs- und Geschmackseindrücken beim sogenannten « Schnüffeln » und bei der Retro-Olfaktion verwendet werden.
Adstringent: etwas herber und rauher Charakter, durch Tannine hervorgerufen.
Aromatisch: beschreibt einen Aufguss mit einer Vielzahl an starken Aromen.
Biss: bei Tees mit viel Säure und Adstringenz, die einen kräftigen und nachhaltigen Geschmack besitzen.
Bitter: eine der fünf Geschmacksrichtungen. Normal bei Tees mit hohem Tanningehalt. Eine bittere Note entwickelt sich, wenn man den Tee zu lange ziehen lässt.
Cremig: siehe weich.
Duftig: bezeichnet einen Aufguss mit vielen kräftigen Duftnoten.
Dynamisch: Tee mit sofortiger geschmacklicher Präsenz, gleichzeitig adstringent und lebendig.
Ergiebig: Tee mit einer Fülle von Aromen, der nicht überfordernd wirkt, was bei gehaltvollen Tees durchaus der Fall sein kann.
Feinheit: Charakteristikum eines feinen, subtilen und aromenreichen Aufgusses.
Forsch: bezeichnet einen Tee dessen Charakteristika (Farbe, Duft, Geschmack, Aroma…) deutlich hervortreten und makellos und unzweideutig zum Ausdruck kommen.
Frisch: bezeichnet leicht säuerliche Tees, die einen frischen Geschmackseindruck hinterlassen.
Gehaltvoll: beschreibt einen Aufguss, der reich an würzig-pikanten und blumigen Aromen ist.
Geschmackvoll: Tee mit vielen starken Geschmacksnoten.
Geschmeidig: Aufguss in dem Weichheit die Adstringenz dominiert. Siehe glatt.
Glatt: bezeichnet einen Aufguss, der durch das Fehlen von Tanninen keine Unebenheiten aufweist. Siehe reintönig.
Herb: derber oder rauher Geschmack, hervorgerufen durch Tannine.
Holzig: bezeichnet einen Aufguss mit hohem Tanningehalt, der sich im Mund gut entfaltet. Siehe rund, voll.
Jung: bezeichnet Tees, die vorzeitig gepflückt werden und einen pflanzlichen, leicht säuerlichen Charakter besitzen.
Kräftig: bezeichnet einen körperreichen Aufguss.
Kraftvoll: bezeichnet einen kräftigen Aufguss mit langem Abgang.
Komplex: bezeichnet ein Bukett mit einer Fülle von Aromen mit großer Leichtigkeit.
Körperreich: Charakter eines Aufgusses, der eine gute Struktur (holzige Noten) mit warmen Aromen verbindet.
Kurzer Abgang: Aufguss, der im Geschmack wenig nachhaltig ist.
Langer Abgang: bezeichnet Tees deren Aromen in Mund und Gaumen einen angenehmen und nachhaltigen Geschmackseindruck hinterlassen.
Lebhaft: bezeichnet einen frischen und leichten Aufguss, in dem eine leicht säuerliche Note dominiert.
Leicht: ein wenig kräftiger Tee, mit geringem Tanningehalt.
Locker: bezeichnet Tees mit einer großen Vielfalt an Aromen und wenig nachhaltigem Geschmack, die einen flüchtigen Geschmackseindruck hinterlassen.
Mineralisch: Geschmacksnote, die gelegentlich in japanischen Grüntees vorkommt.
Nachhaltig: bezeichnet Aromen, die noch lange nachschmecken.
Pflanzlich: Tee mit frischem, säuerlichem Geschmack.
Rauh: bezeichnet einen Tee mit viel Adstringenz, die entweder durch zu langes Ziehen hervorgerufen wird oder einer schlechten Qualität geschuldet ist.
Reichhaltig: beschreibt einen runden Aufguss mit langem Nachhall.
Reintönig: bezeichnet einen leichten und angenehmen Aufguss ohne geschmackliche Unebenheiten; oft bei Tees mit geringem Tanningehalt.
Robust: bezeichnet einen Tee mit kräftig holzigem Geschmack. Kann mit Milch abgemildert werden.
Roh: pflanzlich und etwas säuerlicher als die meisten Tees.
Rund: bezeichnet einen Aufguss dessen Weichheit und Geschmeidigkeit sich im Mund rund anfühlen.
Salzig: eine der fünf Geschmacksrichtungen. Im Tee nicht vorhanden, da er keinerlei Natrium enthält.
Samtig: bezeichnet einen glatten, seidigen, fast süßen Aufguss.
Sanft: bezeichnet einen Aufguss mit leicht süßlichem Geschmack, bisweilen mit leichter Säure, aber ohne Adstringenz.
Siehe: weich, samtig, seidig.
Sauer: einer der fünf Geschmackseindrücke. Die in einigen grünen Tees, dem Oolong und den Frühjahrspflückungen des Darjeeling vorhandene Säure verleiht ihnen Frische und Lebendigkeit.
Seidig: bezeichnet einen geschmeidigen und weichen Tee mit harmonischen Nuancen.
Stark: eher vage Bezeichnung für einen kräftigen und farbintensiven Aufguss.
Spritzig: beschreibt einen lebendigen Aufguss, bei dem eine frische und säuerliche, fast pikante Note dominiert und sich jedes Aroma fein entfaltet.
Subtil: bezeichnet einen Tee mit fein komplexem Duft und Aroma.
Süß: eine der fünf Geschmacksrichtungen, ist in einigen leichten chinesischen Grüntees zu finden, sonst jedoch eher selten, außer im Ama Cha.
Tanninhaltig: Aufguss mit hohem Tanningehalt.
Tonisch: Charakteristikum eines jungen Grünen Tees, dessen säuerliche Noten gut akzentuiert sind.
Umami: eine der fünf Geschmacksrichtungen. Vor allem in der asiatischen Küche durch die Verwendung von Glutamat sehr präsent. Kommt oft in Grünen Tees aus Japan vor.
Vollmundig: Tee der den Eindruck von geschmacklicher Fülle hinterlässt. Siehe rund.
Warm: beschreibt holzige, schwefelige und würzige Aromen, verbunden mit einem Geschmack ohne jegliche Säure; bezeichnet außerdem den Aufguss, der diese Geschmacknoten enthält.
Weich: bezeichnet einen Tee, der im Mund einen runden und leicht säuerlichen Geschmackseindruck hinterlässt. Siehe cremig, seidig.
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